Persönlicher Bericht von Florian zu DM-HM!

Die deutschen Meisterschaften im Halbmarathon in Hannover waren ein großartiges Erlebnis. Ein sehr dichtes und leistungsfähiges deutsches Feld – und trotzdem eine kollegiale Atmosphäre. Das alles gepaart mit schönem (vielleicht etwas zu schönem) Wetter. Die Bedingungen für ein besonderes Rennen waren also gegeben. Als dann (zwei Sekunden vor der Uhr) der Startschuss fiel, ging es insgesamt erstmal relativ gemächlich und abwartend los, sodass ich mich auf dem Weg zu einer zu meiner angestrebten Zeit passenden Gruppe von Läufer zu Läufer nach vorne sog. Nach 4 bis 5 Kilometern hatte ich mein Tempo gefunden und eine kleine Gruppe, mit der ich laufen konnte. Die Beine rollten und rollten, die Zeiten stimmten, immer um die 03:25 min/km. Als mir dann nach einem Getränkestand zwischen Kilometer 9 und 10 die Gruppe wegbrach und zudem die Strecke noch mit der der langsamer laufenden Marathonis zusammenführt, wurde es hart – dabei war ja erst die Hälfte der Strecke absolviert… Das Publikum peitschte kräftig ein, was etwas motivierte. Ansonsten verfiel ich zusehends in einen gemächlichen Trott und machte es mir inmitten der MarathonläuferInnen gemütlich. Was die Meisterschaftsläufer im Halbmarathon anbelangt, befand ich mich mittlerweile eher im Nirgendwo. In der Ferne konnte ich noch einen Läufer ausmachen, den ich zum Stabilisieren meines Schrittes zu nutzen suchte. Bei ca. 16 Kilometern überholte mich unvermittelt ein Läufer, was mich motivierte, mein Tempo wieder zu erhöhen und ihm zu folgen. Etwas später kam noch ein zweiter, mit dem ich bis zum Ziel mitging.

Bei 01:13:05 lief ich dann ins Ziel, glücklich meine ersten Deutschen Meisterschaften erfolgreich absolviert zu haben und den Test für den Marathon in Düsseldorf Ende April bestanden zu haben. Auch wenn ich meine Bestzeit um 14 Sekunden verpasst habe, bin ich froh darüber, so früh in der Saison schon weit vorne mitlaufen zu können – Platz 49 bei den Deutschen Meisterschaften, ein kleines Sahnehäubchen für mich. Im Zielbereich gab es dann noch freundschaftlichen Austausch mit den Gegen- und Mitstreitern. Und dann ging es in die Sonne (die ich jetzt richtig genießen konnte) und schnell zu meiner Lydia und meinem Handy – um zu schauen, wie es Susanne, Filip, Jens und Egidijus beim Paris Marathon und Kerstin und Sema beim Berliner Halbmarathon ergangen ist.

Share Button
Veröffentlicht in Info

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.